{"id":5099,"date":"2023-03-31T16:15:57","date_gmt":"2023-03-31T14:15:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nxtlvlete.com\/?p=5099"},"modified":"2024-11-03T14:44:28","modified_gmt":"2024-11-03T12:44:28","slug":"sport-matter-of-heart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nxtlvlete.datenpfad.ch\/de\/2023\/03\/31\/sport-matter-of-heart\/","title":{"rendered":"Sport ist eine Herzensangelegenheit"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-rank-math-toc-block padding-top-20 padding-bottom-30\" id=\"rank-math-toc\"><h2>Inhaltsverzeichnis<\/h2><nav><ul><li class=\"\"><a href=\"#150-minutes-of-workout-per-week\">150 Minuten Bewegung pro Woche<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#more-muscle-mass-more-weight\">Mehr Muskelmasse, mehr Gewicht<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#How-and-where-exercise-is-beneficial\">Wie und wo im K\u00f6rper Sport Gutes bewirkt<\/a><ul><li class=\"\"><a href=\"#heart\">Herz<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#veins\">Venen<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#nervous-system\">Nervensystem<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#visceral-fat\">Viszerales Fett<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#arteries\">Arterien<\/a><\/li><\/ul><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n\n\n\n<p>Wer an hormonproduzierende Organe denkt, dem fallen kaum die Muskeln ein. Dabei sind sie es, welche \u2013 gemessen an der Masse \u2013 die meisten Botenstoffe im K\u00f6rper freisetzen. Mehr als 600 dieser so genannten Myokine sind bekannt. Sie wirken sich positiv auf verschiedene K\u00f6rperfunktionen und das Herz aus. Das Beste daran: Durch Bewegung kann man daf\u00fcr sorgen, dass diese Botenstoffe vermehrt ausgesch\u00fcttet werden. Ihnen werden viele positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System zugeschrieben, auch wenn die genauen Mechanismen oft noch nicht vollst\u00e4ndig verstanden sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Muskulatur arbeitet f\u00fcr unsere Gesundheit, auch wenn wir schlafen. Dies geschieht \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/science\/parasympathetic-nervous-system\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">parasympathische Nervensystem <\/a>(PSNS), den beruhigenden Teil des Nervensystems. Da die Herzfrequenz und der Blutdruck bei regelm\u00e4ssig aktiven Menschen sinken, wird der Schlaf erholsamer \u2013 und der K\u00f6rper bei Anstrengung leistungsf\u00e4higer. Wenn sich ein Sportler anstrengt, kann der K\u00f6rper also schnell auf Touren kommen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"150-minutes-of-workout-per-week\">150 Minuten Bewegung pro Woche<\/h3>\n\n\n\n<p>Unter anderem aufgrund der Freisetzung von Myokinen haben Mediziner in den letzten Jahren ihre Bewegungsempfehlungen angepasst. Die aktuelle WHO-Leitlinie f\u00fcr k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t empfiehlt 150 Minuten moderate bis intensive k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t pro Woche. Als moderat gilt, wenn man den Puls sp\u00fcrt, als intensiv, wenn man ins <a href=\"https:\/\/nxtlvlete.datenpfad.ch\/de\/2022\/01\/14\/sweating-healthy-beautiful\/\">Schwitzen kommt<\/a>. Neu hinzugekommen ist die Empfehlung, alle grossen Muskelgruppen durch Krafttraining zu st\u00e4rken. Dies ist auch aus kardiologischer Sicht positiv. Fr\u00fcher wurde zur Vorbeugung und Rehabilitation von Herzerkrankungen nur Ausdauersport empfohlen. Heute umfasst die Empfehlung auch moderates Kraft- und Intervalltraining. Dadurch wird die Muskelmasse erh\u00f6ht und es werden mehr gesundheitsf\u00f6rdernde Botenstoffe freigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bewegung sorgt auch daf\u00fcr, dass herzsch\u00e4digende Stoffwechselprodukte vermehrt aus dem Blut entfernt werden. Die durch Bewegung angeregten Zellen entziehen dem Blut vermehrt Fette und Glukose. Dadurch sinken Cholesterin- und Blutzuckerspiegel. Viele dieser positiven Effekte sind vermutlich auf den Abbau von <a href=\"https:\/\/nxtlvlete.datenpfad.ch\/de\/2022\/08\/06\/6-effective-methods-lose-belly-fat\/\">viszeralem Fett<\/a> zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dieses umgibt bei \u00fcbergewichtigen Menschen die Organe in der Bauchh\u00f6hle und sorgt f\u00fcr eine permanente, geringgradige Entz\u00fcndung. \u00dcbersch\u00fcssiges viszerales Fett wird beim Sport als erstes abgebaut, noch vor anderen Fettdepots.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"more-muscle-mass-more-weight\">Mehr Muskelmasse, mehr Gewicht<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Abbau von viszeralem Fett ist entscheidend, um das Risiko von Herzerkrankungen zu verringern. Der h\u00e4ufig verwendete Body-Mass-Index (BMI) ist jedoch oft nicht ausreichend, um Fortschritte durch k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t zu messen. Wer mit Sport beginnt, baut Muskelmasse auf, die schwerer ist als Fett. Unter bestimmten Umst\u00e4nden kann das Gewicht durch das Training sogar ansteigen. Diese Gewichtszunahme ist jedoch positiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein guter Indikator f\u00fcr viszerales Fett ist der Taillenumfang. Er ist einfach zu messen und weniger abh\u00e4ngig von K\u00f6rperbau und Gewicht als der BMI. Man legt ein Massband um die dickste Stelle des Bauches: Bei M\u00e4nnern beginnt die kritische Zone bei 94 Zentimetern, ab 103 gilt man als zu dick. Bei Frauen beginnt der kritische Bereich bei 80 Zentimetern, ab 88 wird eine <a href=\"https:\/\/nxtlvlete.datenpfad.ch\/de\/2022\/04\/18\/7-latest-trends-fitness-workout\/\">Gewichtsabnahme<\/a> empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist jedoch, dass sportlich wenig aktive Menschen nicht zu abrupt mit zu hoher Intensit\u00e4t beginnen. Man sollte langsam starten und die Intensit\u00e4t kontinuierlich steigern \u2013 bei Vorerkrankungen am besten in Absprache mit dem Arzt. Aber auch im Alter oder bei Krankheit ist es besser, sich zu bewegen, als nichts zu tun.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"How-and-where-exercise-is-beneficial\">Wie und wo im K\u00f6rper Sport Gutes bewirkt<\/h3>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"heart\">Herz<\/h5>\n\n\n\n<p>Sport trainiert den Herzmuskel \u2013 wer regelm\u00e4ssig Sport treibt, ist in der Lage, mehr Blut pro Herzschlag zu pumpen. Ein trainiertes Herz versorgt den K\u00f6rper mit weniger Schl\u00e4gen mit sauerstoffreichem Blut als ein untrainiertes. Deshalb ist der Ruhepuls bei sportlichen Menschen niedriger. Dieses so genannte Sportlerherz kann vergr\u00f6ssert sein, was aber kein Risiko f\u00fcr Herzkrankheiten bedeutet. Anders bei Bluthochdruck und Herzschw\u00e4che: Hier muss das Herz mehr leisten, um den K\u00f6rper zu versorgen, was zu einer krankhaften Vergr\u00f6sserung f\u00fchren kann. Um diesen gef\u00e4hrlichen Krankheiten vorzubeugen, hilft Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"veins\">Venen<\/h5>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu den Arterien, die mit einer Muskelschicht ausgestattet sind, fehlt diese den Gef\u00e4ssen, die das sauerstoffarme Blut aus dem Gewebe zur\u00fcck zum Herzen transportieren. Die Beinvenen profitieren besonders von der Aktivierung der Skelettmuskulatur, zum Beispiel in den Waden. Sobald diese Muskeln angespannt werden, dr\u00fccken sie die Venen zusammen \u2013 \u00e4hnlich wie Kompressionsstr\u00fcmpfe. Dank dieser Muskelpumpe gelangt das Blut schneller zum Herzen. Das Herz wird entlastet: Es muss seltener pumpen, weil sich weniger Blut in den Beinen staut.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"nervous-system\">Nervensystem<\/h5>\n\n\n\n<p>Menschen f\u00fchlen sich nach dem Sport oft entspannter \u2013 auch mental. Sport aktiviert den Parasympathikus, den Teil des Nervensystems, der beruhigend wirkt. Das geschieht zum Beispiel, wenn die Aussch\u00fcttung von aktivierenden Botenstoffen wie Noradrenalin nach der Anstrengung abnimmt. Dies beeinflusst den Herzschlag, der sich verlangsamt. Auch der Blutdruck in Ruhe sinkt. Ausserdem werden vermutlich Botenstoffe freigesetzt, die sich direkt positiv auf die Psyche auswirken. Studien zeigen, dass bei Depressionen eine Psychotherapie in Kombination mit Bewegung erfolgreicher ist als ohne.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"visceral-fat\">Viszerales Fett<\/h5>\n\n\n\n<p>Man unterscheidet zwischen dem Fett unter der Haut und dem Fett, das die Organe im Bauchraum umgibt. Letzteres, das viszerale Fett, gilt als besonders ung\u00fcnstig, da aus diesem Gewebe st\u00e4ndig Botenstoffe ausgesch\u00fcttet werden, die unter anderem f\u00fcr die Verstopfung von Blutgef\u00e4ssen verantwortlich gemacht werden. Viel viszerales Fett erh\u00f6ht das Herzinfarktrisiko. K\u00f6rperliche Bewegung reduziert dieses Fett und seine sch\u00e4dlichen Auswirkungen besser als eine Di\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"arteries\">Arterien<\/h5>\n\n\n\n<p>Der f\u00fchlbare Puls entsteht durch die Druckwelle, die der Herzschlag in den Arterien ausl\u00f6st. Dabei werden die Gef\u00e4ssw\u00e4nde, die eine Muskelschicht enthalten, gedehnt. Dies geschieht bei Sportlern st\u00e4rker, weil das Herz bei Bewegung mehr Blut auf einmal pumpt. Diese Dehnung h\u00e4lt die Gef\u00e4sse in Form. Die Muskeln in den Arterienw\u00e4nden werden trainiert und k\u00f6nnen die Gef\u00e4sse je nach Bedarf verengen oder erweitern. Dadurch k\u00f6nnen sich sch\u00e4dliche Ablagerungen schlechter festsetzen. Dazu tragen vermutlich auch Botenstoffe bei, die von den Muskeln freigesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Was denkst du \u00fcber dieses Thema? Bitte teile uns deine Ansichten und Meinungen in den Kommentaren unten mit.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>When you think of hormone-producing organs, muscles hardly come to mind. And yet, measured by mass, they are the ones that release the most neurotransmitters in the body. There are more than 600 known myokines. They have a positive effect on various bodily functions and on the heart. 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